So wird Ihre Firmenübergabe erfolgreich

Ein Unternehmen verkauft man meist nur einmal im Leben. Neben der persönlichen Überwindung, sein Lebenswerk aus der Hand zu geben, müssen Sie beim Unternehmensverkauf auch fachliche Aspekte bedenken. Das Patentrezept für eine erfolgreiche Firmenübergabe gibt es nicht. Gewisse Regeln gelten dennoch. Wir haben ein paar Grundregeln zusammengefasst, die Ihnen die Unternehmensübergabe erleichtern.

Generell kann man das Vorhaben „Unternehmensnachfolge“ in drei Phasen gliedern:

In Phase 1 wird die Suche nach einem Firmennachfolger zum ersten Mal thematisiert. Die Frage nach einer internen oder externen Nachfolge steht im Raum, die momentane Situation muss analysiert werden. Mit einem Maßnahmenplan, also einem „Nachfolgekonzept“, in dem alle Planungspunkte mit festgelegten Terminen aufgelistet sind, schaffen Sie eine Arbeitsgrundlage.

Phase 2 ist die Übergangsphase. In dieser Phase arbeiten Unternehmens-Übergeber und Firmen-Übernehmer bereits gemeinsam in der Firma. In dieser Phase ist offene Kommunikation mit internen und externen Mitarbeitern und Adressaten das A und O.

In Phase 3 findet die eigentliche Unternehmensübergabe statt. Jetzt müssen die letzten offenen Fragen geklärt werden. Außerdem soll überprüft werden, ob alle Punkte des Nachfolgekonzepts umgesetzt wurden. Mit einem im Vorfeld fixierten Tag wird die Unternehmensführung schließlich vollständig an den Nachfolger übergeben.

Diese 3 Phasen sollten Sie immer im Hinterkopf behalten, um den Überblick über Ihr Projekt “Nachfolger gesucht” nicht zu verlieren.

Außerdem ist es in allen drei Phasen wichtig, ein paar Grundregeln zu beachten, die Ihnen die  Nachfolge-Suche erleichtern:

 

Grundregeln für die Suche nach einem Betriebsnachfolger

1. Gute Planung ist die halbe Miete

Damit eine Firmenübergabe erfolgreich über die Bühne geht, bedarf es einiger Planung. Rechnen Sie hier 5-7 Jahre ein. In diesem Zeitraum kann sich das Unternehmen gut auf einen Nachfolger einstellen und die Chefetage auf die neue Lage vorbereiten. Einen „Notfallplan“ im Fall von Krankheit oder Unfall sollten Sie abseits davon allerdings immer haben.

2. Alle Firmennachfolge-Möglichkeiten ausloten

Viele Unternehmer wünschen sich eine Firmennachfolge aus dem Verwandtenkreis. Das spiegelt sich auch in den Statistiken wider: In den letzten Jahren spielten sich zwischen 50% und 75% der Unternehmensnachfolgen innerhalb der Familie ab. Kommen Töchter und Söhne nicht in Frage, sollten Sie über mögliche Kandidaten abseits der Familie nachdenken.
Statistik-Uebernahme
Egal, ob die Nachfolge aus der Familie kommt, oder an Käufer oder kompetente Mitarbeiter geht: In jedem Fall sollten Sie offen mit potenziellen Nachfolgern darüber sprechen.

3. Den Unternehmenswert realistisch ansetzen

Wenn Sie über einen Verkauf Ihres Unternehmens nachdenken, ist es sehr wichtig, den Wert Ihres Unternehmens zu kennen. Nur so können Sie einen realistischen Verkaufspreis erzielen. Abgesehen vom emotionalen Wert, den die Firma für Sie hat, haben Sie bestimmt eine Vorstellung davon, wie viel Ihr Unternehmen wert ist.
Um Ihren eigenen Eindruck mit Fakten zu untermauern, ist eine Unternehmensbewertung sinnvoll. Das Ergebnis einer Unternehmensbewertung ist zwar eine solide Grundlage für Verhandlungen, Bewertungen entsprechen allerdings oft mehr dem Wunsch nach einem hohen Verkaufspreis als der Realität. Hier sind die am Markt gängigen Multiples sowie praktische Erfahrungswerte zu beachten. Beachten Sie, dass ein Käufer davon ausgehen (muss), seine Investition nach 3 – 5 Jahren inkl. Lebenserhaltungskosten zurück verdient zu haben.

4. Das Ruder aus der Hand geben

Für viele Unternehmer ist die Firma das Lebenswerk. Natürlich gibt niemand sein Baby gerne aus der Hand und überlässt sein Opus Magnum einfach so einem Nachfolger. Aber: Nachdem Sie Ihren Nachfolger sorgfältig ausgesucht haben, dürfen Sie sich ruhig trauen, die Führung abzugeben.

5. Maßnahmenplan

Regeln schaffen Klarheit bei der Unternehmensnachfolge. Ein Nachfolgekonzept ist sowohl für den weichenden Chef, als auch für den Nachfolger wichtig: Wenn die Spielregeln und der zeitliche Ablauf gemeinsam festgelegt wurden, können etwaige Probleme schon im Vorfeld aus dem Weg geräumt werden. Der Übergang von der alten zur neuen Chefetage gelingt dann reibungsloser.

6. Nachfolge-Unterstützung von den Profis

Wenn Sie planen, Ihr Unternehmen zu verkaufen, ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen Profi um Rat zu fragen oder sich an eine Nachfolgebörse zu wenden. Die Experten der KMU-Börse unterstützen Sie gerne bei diesem Vorhaben und begleiten Sie von der Klärung der Rahmenbedingungen, über die Erstellung der Unterlagen bis hin zu den Verhandlungen und der Vertragsunterzeichnung.

7. Alle beteiligten Personen / Gruppen berücksichtigen

Ein Unternehmen ist ein System, ähnlich einem Uhrwerk, das nur dann funktionieren kann, wenn alle Zahnräder ineinandergreifen. Im Falle eines Unternehmensverkaufs müssen Sie die Faktoren, die das System aufrechterhalten, mitdenken: die Mitarbeiter, Lieferanten und nicht zuletzt, die Kunden. Lesen Sie hier mehr über den Verkauf von Familienbetrieben.

Als Unternehmensnachfolgebörse haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Ihr Unternehmen erfolgreich zu vermitteln. Wir unterstützen Sie gerne dabei, wenn es heißt: Betriebsnachfolger gesucht. Wie dürfen wir Ihnen weiterhelfen?